Waldorf ganz nah: Bürgermeister Ferl zu Besuch im Waldorfkindergarten
- Jennifer Zindler
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Einblicke in unseren Kindergartenalltag, gelebte Gemeinschaft und ein besonderer Ort: Bürgermeister Ferl wollte wissen, was hinter dem Begriff „Waldorf“ steckt.
Was bedeutet eigentlich „Waldorf“? Diese Frage dürften sich einige Menschen stellen, wenn sie in Eschwege am Waldorfkindergarten oder an der Waldorfschule vorbeikommen. So ging es auch Bürgermeister Ferl, dem das Grundschulgelände durch seinen jährlichen Besuch des Kunst- und Töpfermarktes bereits bekannt war. Dennoch blieben einige Fragen offen, die es zu beantworten galt. Aus den Fragezeichen wurde kurzerhand ein Termin: Bürgermeister Ferl wollte der Sache auf den Grund gehen und sich selbst ein Bild vom Alltag in unserem Waldorfkindergarten machen.
Wir haben uns sehr gefreut, ihn bei uns begrüßen zu dürfen – und für die Kinder und Erzieher wurde sein Besuch zu einem besonderen Vormittag.
Gemeinsam mit unserer Kindergartenleiterin Ivonne Poster besichtigte Bürgermeister Ferl zunächst die Räumlichkeiten des Kindergartens und den Eurythmiesaal. Anschließend durfte er direkt miterleben, wie liebevoll Geburtstage im Waldorfkindergarten gefeiert werden.
Danach stand der rhythmisch gestaltete Alltag im Mittelpunkt. Wiederkehrende Abläufe und Rituale sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Kindergartenalltags:
„Wiederkehrende Abläufe und Rituale geben dem Tag seine Struktur und schaffen für die Kinder Verlässlichkeit und Orientierung. Gleichzeitig entsteht ein geschützter Raum, in dem sie sich in ihrem eigenen Tempo entfalten können“, erklärt Kindergartenleiterin Ivonne Poster.
Nach dem freitäglichen, frisch zubereiteten Obstsalat ging es für die Kinder hinaus in den großen Garten zur Spielzeit. Für Bürgermeister Ferl bot sich dabei die Gelegenheit, unseren Kindergartenalltag nicht nur kennenzulernen, sondern ihn unmittelbar mitzuerleben.
Besonders beeindruckt zeigte sich Ferl vom Miteinander der Kinder:
„Was mir beim Besuch im Waldorfkindergarten tatsächlich direkt aufgefallen ist: wie selbstverständlich die Kinder sich gegenseitig helfen. Ohne großes Zutun, einfach so.“
Dieses selbstverständliche Miteinander gehört zu dem, was unseren Kindergartenalltag prägt. Kinder erleben Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung und lernen, aufeinander zu achten.
Auch die aktive Beteiligung der Eltern fiel dem Bürgermeister auf. Im Waldorfkindergarten sind Eltern ein wichtiger Teil der Gemeinschaft. Sie bringen sich ein, übernehmen Aufgaben und tragen dazu bei, dass der Kindergarten als gemeinsamer Lebens- und Lernort funktioniert.
„Spannend fand ich auch, wie stark die Eltern hier eingebunden sind. Man zahlt eben nicht einfach seinen Beitrag und damit ist es getan, sondern die Eltern packen selbst mit an und tragen ihren Teil dazu bei, dass der Kindergarten funktioniert.“
Nicht nur die pädagogische Arbeit, sondern auch der Ort selbst hinterließ bei Bürgermeister Ferl einen bleibenden Eindruck.
Unser Kindergarten befindet sich in einem ehemaligen Bahnhof. Über die Jahre ist daraus durch viel Engagement, Arbeit und Liebe zum Detail ein besonderer Ort für Kinder geworden – ein Zuhause, in dem gespielt, gelernt, gefeiert und Gemeinschaft gelebt wird.
Auch diesen besonderen Charakter nahm Ferl wahr:
„Und dann ist da noch dieser wirklich besondere Ort. Ein alter Bahnhof, aus dem über die Jahre mit ganz viel Arbeit und vielen kleinen Details ein richtig schönes Zuhause für Kinder geworden ist.“
Für uns war der Besuch eine schöne Gelegenheit, unseren Kindergartenalltag zu zeigen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Umso mehr freut uns, dass auch Bürgermeister Ferl viele positive Eindrücke mitnehmen konnte.
„Ich habe mich jedenfalls sehr wohlgefühlt und einiges von meinem Besuch mitgenommen. Danke, dass ich bei euch reinschauen durfte!“
Wir bedanken uns herzlich für den Besuch und das offene Interesse an unserem Waldorfkindergarten und unserer pädagogischen Arbeit.








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