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Inside Waldorf

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Den Garten gemeinsam zum Leben erwecken

  • Jennifer Zindler
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Mein Name ist Ann-Kathrin Schmidt und ab diesem Schuljahr übernehme ich die Verantwortung für den Schulgarten und den Gartenbauunterricht.


Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen unseren Garten weiterzuentwickeln und zu einem Ort zu machen, an dem sie sich wohlfühlen, gestalten und die Natur erleben können. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist bereits groß: Beete anlegen, Bäume pflanzen und den Teich reaktivieren stehen ganz oben auf ihrer Wunschliste. Das können wir natürlich nur unterstützen!


Was ich mitbringe, ist eine landwirtschaftliche Ausbildung mit Meisterabschluss sowie Berufserfahrung im Pflanzenbau und in der Milchviehhaltung.


Aufgewachsen auf einem Bauernhof, kenne ich es nicht anders, als im Rhythmus der Jahreszeiten zu leben, ihre jeweiligen Besonderheiten wahrzunehmen und die Gaben der Natur zu genießen und zu verwerten. Dieser Rhythmus gibt Struktur, Orientierung und Halt – etwas, das ich auch meiner Tochter mitgeben möchte, die ebenfalls unsere Waldorfschule besucht.

Wir feiern die Jahreszeiten und ihre jeweiligen Schätze: die ersten Tomaten im Sommer, den duftenden Holunder im Spätsommer oder den ersten Schnee im Winter. Ich liebe es, Dinge selbst herzustellen, Neues auszuprobieren und dabei immer wieder dazuzulernen. Diese Freude am Entdecken möchte ich auch an die Schülerinnen und Schüler weitergeben. Und wenn ich selbst einmal etwas noch nicht kann, dann lernen wir es eben gemeinsam.


Auf meinem weiteren Weg habe ich eine Ausbildung zur Ganzheitlichen Gesundheitsberaterin absolviert und mich in Heilpflanzenkunde weitergebildet. Heute bin ich selbstständig tätig, betreibe einen kleinen Selbsterntegarten und ein Schnittblumenfeld, kümmere mich um meine Hühner und habe mich in den vergangenen Jahren immer intensiver mit dem Garten und seinen vielfältigen Lebensprozessen beschäftigt. Dieses Wissen und meine Erfahrungen möchte ich in den Gartenbauunterricht einfließen lassen.

Dabei geht es mir um weit mehr als um das Anpflanzen und Ernten.


Mein Wunsch ist, dass die Kinder die Natur als etwas Wertvolles und Lebendiges wahrnehmen – als ein Geschenk, das uns umgibt.

Sie sollen spüren, wie viel Ruhe und Geborgenheit ein alter Baum schenken kann. Sie sollen erleben, wie erfrischend und belebend Beeren direkt vom Strauch schmecken. Sie sollen riechen, wie gesunde, lebendige Erde duftet, und der „Musik“ der Tiere lauschen. Vor allem aber sollen sie beobachten und staunen: darüber, wie aus einem winzigen Samenkorn eine kräftige Pflanze wächst und wie aus vielen kleinen Schritten etwas Lebendiges entsteht.

Ich wünsche mir, dass die Kinder eine tiefe Verbindung zur Natur entwickeln, sie lieben und schätzen lernen. Denn was wir lieben und wertschätzen, wollen wir auch bewahren und für die Zukunft schützen.

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